6 Dinge, die Ihr schon immer wissen wolltet!

1. Treteln

 

Habt Ihr Euch schon einmal gefragt, warum Eure Mieze, bevor sie es sich auf ihrem Schlafplatz, auf Eurem Schoss oder Eurem Bauch gemütlich macht, mit den Vorderpfoten rhythmisch zu treteln beginnt? Oft hat man das Gefühl, unsere Fellnasen wollen uns oder die Schlafdecke massieren.

 

Dieses Verhalten der Katzen geht jedoch bis weit in die Kindheit zurück, genauer gesagt in die ersten Lebenswochen und –monate. Wenn die Katzenwelpen an den Zitzen der Katzenmama säugen, treteln sie mit den Vorderpfoten rhythmisch gegen die Milchleiste der Mama, um den Milchfluss anzuregen. Sie schnurren dabei und fühlen sich rundum wohl.

 

Im Erwachsenenalter hat der so genannte „Milchtritt“ für unsere Stubentiger die Bedeutung von Vertrauen und „sich rundum Wohlfühlen“.

2. Schnattern

 

Eine Verhaltensweise der Katzen, die mich regelmäßig immer wieder zum Lachen bringt ist das so genannte Schnattern. Der Auslöser für dieses für uns meist sehr lustige Verhalten unserer Katzen ist immer der gleiche. Die Katze sieht einen Vogel, einen Schmetterling oder ein anderes Tier, das in ihr Beuteschema passt. Sie kann es jedoch nicht erreichen und beginnt zu schnattern. Dabei bewegt sich der Unterkiefer der Katze blitzschnell hin und her und sie gibt Laute von sich, die einem Schnattern sehr ähneln. In so einem Fall ist der Reizauslöser der unerreichbaren Beute für die Katze so stark, dass sie die Instinkthandlung des „Zubeißens“ ausführen muss.

 

3. Blinzeln

 

Das Blinzeln hat bei unseren Katzen eine große Bedeutung. Blinzelt eine Katze eine andere Katze an, so will sie ihr damit sagen „Hey, ich will Dir nichts Böses, ich bin ganz harmlos“. Das Blinzeln ist ein beschwichtigendes und sehr freundliches Signal und wirksames Mittel, um bei potentiellen Gegnern aggressives Verhalten zu dämpfen bzw. erst gar nicht aufkommen zu lassen. Dem vertrauten Menschen gegenüber blinzelt die Katze auch, um Futter oder Aufmerksamkeit zu bekommen.

 

4. Flehmen

 

Was viele nicht wissen: Die Katze besitzt nicht nur ein Riechorgan, sondern noch ein zweites und zwar das Jacobson’sche Organ. Es liegt im Gaumenbereich der Katze. Nimmt die Katze Gerüche wahr, die sie besonders interessant findet, dann benutzt sie das Jacobson’sche Organ. Sie steht regungslos da, der Kopf ist leicht erhoben, das Maul ist leicht geöffnet und die Mundwinkel ein bisschen zurückgezogen. Die Nasenlöcher sind geweitet. Der Gesichtsausdruck der Katze wirkt irgendwie "dümmlich". Sie behält diese Mimik mehrere Sekunden bei und verharrt, bis die Wahrnehmung zu Ende ist. Erst dann löst sie die starre Haltung wieder und leckt sich kurz über die Lippen. Diese Geruchswahrnehmung und Geruchsverarbeitung über das Jacobson’sche Organ nennt man auch Flehmen.

5. Der Beuteruf

 

Gerade bei Freigängern werdet Ihr ihn sicherlich schon oft gehört haben. Der Beuteruf unterscheidet sich klar von einem normalen Miauen und ist immer dann zu hören, wenn Eure Katze Euch die gefangene Beute (Mäuse, Nachtfalter, usw.) präsentieren will. Katzenmamas machen den Beuteruf um ihre Jungen anzulocken und ihnen zu verkünden, dass Nahrung im Anmarsch ist.

 

Meine beiden Miezen machen den Beuteruf immer beim Fang eines Nachfalters und auch sehr häufig beim „Fang“ eines kleinen Astes. Besonders Mikesch fängt oft Äste und Blätter und ich muss dann gleich kommen und fleißig loben. ;-)

6. Der Erleichterungstanz

 

Katzenbesitzer, deren Katzen Freigänger sind, wundern sich sicherlich immer wieder darüber, dass eine erlegte Maus nicht sofort verspeist wird. Die Beute wird meistens noch bespielt, herumgewirbelt oder sogar für einige Zeit liegengelassen, bevor sie erneut bespielt oder verspeist wird. Manchmal liefern uns unsere Katzen auch ein wahres Schauspiel, sie machen Bocksprünge, wirbeln die Beute durch die Luft, rennen aus dem Zimmer und rennen wieder zur Beute zurück. Sie schnuppern an der Beute, rennen wieder weg und machen immer wieder „Scheinangriffe“. Das nennt man auch den „Erleichterungstanz“.

 

Mäuse werden nur sofort verspeist, wenn die Katze arg hungrig ist. Da jede Jagd für die Katze anstrengend und sehr aufregend ist, wird das Verhalten, das ich gerade oben beschrieben habe, quasi als Ventil genutzt, um die Anspannung der Jagd wieder abzubauen. Je schwieriger die Jagd war, je anstrengender und aufregender, desto länger und intensiver wird der Erleichterungstanz sein.

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